Installation

Für die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sind meist nur geringe bauliche Maßnahmen erforderlich, die zum einen davon abhängen ob es sich um einen Neu- oder Altbau handelt und wie das Heizsystem ausgelegt ist. 

Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft als Energiequelle und werden daher am besten im Außenbereich des Hauses auf einem ebenen Untergrund (z.B. einem Fundament) aufgestellt. Die Wärmepumpe wird an die Kalt- und Warmwasserleitung angeschlossen, daher sollte bei der Aufstellung die Nähe zu diesen Anschlüssen beachtet werden. Über gut isolierte Heizungsrohre wird das erwärmte Wasser ins Innere des Hauses und dort ins Heizsystem geleitet, wofür eine Eingangsleitung ins Hausinnere benötigt wird. Um einen Wärmeverlust vom Heizungswasser durch den Transport ins Heizsystem zu vermeiden, sollte die Wärmepumpe möglichst nah am Haus stehen. 

Das Heizsystem sollte im besten Fall aus einer Fußbodenheizung bestehen, um die Vorlauftemperatur niedrig zu halten. Aber auch mit großen Heizkörpern oder auch Gebläsekonvektoren kann geheizt werden.

Der Installationsaufwand einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beträgt i.d.R. nur ein bis zwei Arbeitstage, wodurch sie im Vergleich zu anderen Arten von Wärmepumpen vergleichsweise schnell und einfach installiert werden kann. Auch der Anschaffungspreis einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber anderen Wärmepumpen ist deutlich geringer.

Was muss vor der Installation beachtet werden?

Bevor eine Wärmepumpe verbaut wird, muss der Zustand des Gebäudes aufgenommen werden. Dabei sind folgende Punkte wichtig zu beachten:

  • Dämmzustand (Wände, Dach, Keller)
  • Energiesparfenster
  • Fußbodenheizung 

In Neubauten sind grundsätzlich optimale Voraussetzungen für den Einbau einer Wärmepumpe vorhanden. Aber wie sieht es bei Bestandsgebäuden aus? Auch wenn das Haus keine Energiesparfenster, keine Fußbodenheizung und einen schlechten Dämmzustand hat, kann in den meisten Fällen eine Wärmepumpe verbaut werden. Ihr Fachpartner vor Ort kann anhand des aktuellen Verbrauchs Ihre Kostenersparnis mit einer Wärmepumpe individuell ausrechnen.

Auch in Bestandsgebäuden funktionieren Wärmepumpen zuverlässig und sind klimafreundlich

Der Feldtest des Fraunhofer ISE, ob Wärmepumpen auch in Bestandsgebäuden effizient betrieben werden können, wurde erfolreich abgeschlossen. Diese Studie wurde über fünf Jahre durchgeführt und Mitte 2019 abgeschlossen.

Das Fraunhofer Institut kam zu der Erkenntnis, dass die Wärmepumpen in den Bestandsgebäuden zuverlässig und effizient betrieben werden. Die CO2-Emissionen waren im Vergleich zu Erdgasheizungen bis zu 61% geringer. Sogar der niedrigste Einsparungswert lag bei 27% weniger CO2-Emissionen.

Hier klicken für den ausführlichen Bericht vom Fraunhofer Institut.

Installation in Bestandsgebäuden